Das Rebjahr

Januar / Februar

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Im Januar beginnt man die Reben zurück zu schneiden. Bei dieser Arbeit ist Sorgfalt gefragt, denn ein falscher Schnitt lässt sich, wenn überhaupt, meist erst in den folgenden Jahren korrigieren. Der Rebschnitt reguliert den Ertrag und die Triebkraft des Stockes. Dafür werden 90% der Knospen abgeschnitten, so dass die bleibenden 10% genügend Platz und Sonne bekommen um zu wachsen. Diese Zeit wird auch genutzt um morsche Pfähle und Stickel zu ersetzen und die Drahtanlage auf Vordermann zu bringen.

Juli / August

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Die Reben wachsen zu dieser Jahreszeit rasch. Überlange Schosse (Äste) und Triebe ohne Trauben werden zur besseren Durchlüftung abgeschnitten. Gleichzeitig werden die Blätter in der Traubenzone abgezupft um den Traubenbeeren Licht und Luft zu verschaffen. Das Laub trocknet so bei Regen viel schneller, was zu weniger Pilz- und Schädlingsbefall führt. Beim Ausreifen sind Trauben oft von Pilzen und anderen Schädlingen befallen. Darum müssen die Reben mit Pflanzenschutzmitteln bespritzt werden. In den letzten Wochen vor der Ernte schützen Winzer ihre Trauben mit Schutznetzen oder anderen Abwehrmassnahmen gegen Vögel.

März / April

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Sobald die Schneidarbeiten fertig sind, können die Reben gebunden werden. Nach einigen warmen Tagen tritt an den Schnittstellen Wasser aus (das „weinen“ der Reben), was als Zeichen gilt, dass der Stock wieder aus dem Winterschlaf erwacht ist. Die Triebe sind so geschmeidig und können nach unten gebogen und an die Drähte gebunden werden. So wird ein gleichmässiges Wachstum der Triebe geschaffen. Auch der Boden muss gepflegt werden um günstige Voraussetzungen für das Gedeihen der Reben zu schaffen. Das auf dem Boden liegende Schnittholz wird gemulcht und im selben Arbeitsgang werden Graseinsaaten ausgesät.

September / Oktober

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Im September werden letzte Vorbereitungen zur Traubenernte vorgenommen. Das Gras zwischen den Reben wird geschnitten, die Scheren geschliffen, der Weinkeller vorbereitet und die Weinpresse eingerichtet. Die Vorarbeit die bis hier geleistet wurde, zeigt sich nun mit dem Wümmet (Lese), die Vollendung und der Höhepunkt des Jahres.

Mai / Juni

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Im Frühling entwickeln sich Triebe, Blätter und Blüten die schnell heranwachsen. In dieser Zeit kann ein Kälteeinbruch gefährlich sein für die Reben, da durch Spätfrost Triebe abfrieren können, so dass keine Früchte mehr wachsen. Mitte Juni ist der Blütezeitpunkt der Reben. Jetzt beginnt man mit dem sogenannten „Läublen“ auch Erlesen genannt. Es werden überschüssige Schosse und Doppeltriebe entfernt, um den Ertrag zu regulieren und eine bessere Traubenqualität zu erzielen.

November / Dezember

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Der gebliebene Ernteabfall wie z.B. Trester wird in den Reben verteilt, um dem Boden die entzogenen Nährstoffe wieder zurückzugeben. Nun sind die Arbeiten in der Natur für dieses Jahr beendet und der Winzer kann sich den gefüllten Weintanks widmen.